Umspannwerk Lübecker Straße

Eschersheimer Landstraße 147, Frankfurt

startet weiterhin täglich

am Ende der Dämmerung nach Sonnenuntergang

Die Realisierung

Hinter den 26 Fenstern der Süd- und Ostfassade sind 83 monochrome Powerled's - blau, grün, amber (gelb), rot - mit Linsenoptiken verbaut. An jedem Tag der Woche erscheint das Bild auf eine andere Weise und führt doch zum gleichen Ergebnis.

Im Treppenhaus, nach Norden hin, wurden 7263 SMD-Chips in den gleichen vier Grund- und Primärfarben eingesetzt. Konfektioniert in insgesamt 62m RGB-A Led-Strips. An jedem Tag der Woche wird das Bild in einer anderen Farbzusammensetzung "gemalt"

Das Projekt

Alle zwei Jahre findet im Frühjahr in Frankfurt die große deutsche Leitmesse für Licht & Gebäudetechnik statt - die Light+Building.

Die Luminale begleitet sie als künstlerisch geprägtes Festival des Lichts seit dem Jahr 2000. Für eine Woche werden dann in Frankfurt und Umgebung künstlerisch, technisch motivierte Lichtinstallationen der Öffentlichkeit präsentiert. Zum Teil werden diese Projekte in Eigeninitiative initiiert oder von potenten Wirtschaftsunternehmen gefördert. So engagierte sich auch die Mainova AG , in Frankfurt der große städtische Energieversorger.

Vier Mal insgesamt bis 2016 hat dazu die Mainova AG einen eigenen Wettbewerb ausgeschrieben, zuletzt zum Thema:

Mainova@Luminale 2016: Licht!Kunst!Effizienz!

Aufgabe war es, für eines der ausgewählten Liegenschaften des Unternehmens ein künstlerisch motiviertes Lichtkonzept zu entwickeln, das auch den Kriterien Nachhaltigkeit und effizientem Umgang mit der Energie genügt.

Und tatsächlich hat die hochkarätige Jury unser Projekt aus 42 Einreichungen ausgewählt. Die Mainova AG hat die Realisierung nicht nur finanziell gesponsert sondern auch mit persönlichem Engagement unterstützt. Ab nun galt - und gilt es immer noch - für das Umspannwerk Lübecker Straße:
Bauhaus "Goes" Mondrian.

Seit dem 11.3.2016 jeden Abend bleibt ab Sonnenuntergang der Himmel Blau im Umspannwerk. Später dann, gegen Ende der bürgerlichen Dämmerung, beginnt der fiktive Maler den "Mondrian" in das Gebäude zu malen.
An jedem Wochentag anders. Mal so, mal so.....!

Die Idee

Inspiration für das Projekt lieferte der Architekturstil des Gebäudes. Es wurde 1930 in Betrieb genommen, das war die Zeit des "Bauhaus" .

Die Formensprache des "Bauhaus" ist geprägt vom strukturierten, modularen Ansatz der Architektur Konstruktion.

Den gleichen Ansatz findet man auch im damals zeitgenössischen Stil "de Stijl", quasi dem niederländischen Pendant zum "Bauhaus".

Piet Mondrian z.B. entwickelte dort die konstruktive Farbflächen-Malerei sehr intensiv.
Sie ergänzen sich perfekt.

Im Treppenhaus wird die Struktur der Bildfläche durch den Betonrahmen, wie durch einen Bilderrahmen, optisch unterstützt. Die Wand- und Deckenflächen fungieren als "Leinwände" auf die die Farben aufgetragen werden, ein 3D-Mondrian. Die Treppenanlage wiederum übernimmt passiv die Farbflächen Trennung im 3-Dimensionalen Raum, so dass sie im Ergebnis wie ein skulpturaler Scherenschnitt vor dem Licht steht. Nur dass dieser Scherenschnitt mit vielfarbigem Licht arbeitet.
Mit Hilfe moderner Lichttechnik - LED - werden nun beide visuell zusammengeführt. Das Gebäude liefert mit seinen Fenstern die räumliche Struktur für die Lichtkonzeption farbiger Flächen.
Bauhaus "Goes" Mondrian

Das Gebäude wird ins Licht der Welt des 21. Jahrhunderts geholt. Die moderne Lichttechnik lässt das Umspannwerk zu einem farbenprächtigen Gesamtbild werden.

"Die Mainova AG ist einer der größten regionalen Energieversorger von Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main versorgt täglich mehr als eine Million Menschen in Hessen und den angrenzenden Bundesländern mit Strom, Erdgas, Wärme und Wasser.

Der regionale Energiedienstleister hat frühzeitig Antworten auf eine der größten Herausforderungen unserer Zeit gefunden. Mit seiner Erzeugungsstrategie investiert er in den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Netze sowie hocheffiziente Kraftwerke.

Die Mainova AG ist für die Menschen in Frankfurt und in der Rhein-Main-Region nicht nur als zuverlässiger Energieversorger da, sondern engagiert sich auch seit vielen Jahren in Sport, Kultur, Bildung und Gesellschaft. Dabei zeichnen sich alle Engagements durch partnerschaftliches Denken, verantwortliches Handeln und nachhaltiges Fördern aus.

Sie fördert die Hochkultur in Frankfurt und in der Region, damit das vielfältige Kulturangebot auch dauerhaft bestehen bleibt. Mit dem Ziel, ein Bewusstsein für den Wert unserer Ressourcen zu schaffen, einen umweltgerechten Umgang mit Strom, Erdgas, Wärme und Wasser zu fördern und als Verhalten für den Alltag umzusetzen, unterstützt die Mainova AG die zusätzliche Förderung der Bildung von Kindern, Jugendlichen, Studierenden und interessierten Erwachsenen."

(Quelle: mainova AG)